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25er Sternfahrt zur Elbe Classic in Neuwiedenthal Foto:
Roman, Felix, Horst, Norbert, Bernd (2.R.)Udo, Lena, Joachim, ? sorry, Peter
und Angela. Harald fotografierte. Es
hatte sich gezeigt, dass die Mitfahrer sehr unterschiedlich trainiert sind
und so setzte sich Felix hier ab, um etwas intensiver zu trainieren. Auf der
folgenden Bergabstrecke ließen einige etwas laufen und die Gruppe
zerfledderte. Wir fanden aber bald wieder zusammen, bevor, in der Ebene ostwärts
am Deich entlang, uns frischer Gegenwind ins Gesicht blies. Unser Genießertempo
konnte beibehalten werden und niemand kam uns abhanden. Udo
war mit Erhard schon vorgefahren, er wurde dringend zuhause erwartet.
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300 km Brevet Hundertwassertour am 23.08.2009 ab Buchholz
Bernd, Helle, Knut. Ich bin mit unserm neuen Trikot wieder nirgends zu sehen.
In Osterholz saßen wir dafür um 10:00 Uhr genüsslich in der Sonne und ließen uns ein umfangreiches Frühstück servieren. Ich dachte an unseren Trainingstreffpunkt an der Kirche. Nein, ich wollte nicht tauschen. Meine Probleme in der Schulter waren auch verschwunden. Bisher lag der Schnitt bei 30 km/h, aber von Bernds Rad ging auf den letzten Kilometern ein so unheilvolles Knacken und Scheppern aus, dass er sich entschloss direkt nach Zeven zurückzukehren. Sein Freilauf sollte aber bereits nach wenigen Kilometern blockieren.
Von hier aus habe ich einen
neuen Schlenker über Gut Schnede, Vierhöfen, Garstedt nach Tangendorf
eingebaut, der aber nicht reichte, um den merkwürdigen Kilometerschwund,
der stetig an meiner Strecke nagt, aufzuhalten. Zum Schluss drehten wir
noch mal etwas auf und nach der Schlußsteigung hinter Bendestorf trennte
ich mich von Helle, um direkt nach Hause zu krauchen. Genug.
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Testrunde
Hundertwassertour
von Harald Ophüls
Wo war Harald? haben sich einige gefragt, weil ich unsere frische Trachtengruppe bei der Alma Mater nicht ergänzt habe. Auch wenn die Beteiligung mich nicht überrollt,
ich bin meine Hundertwassertour (Sonntagstour, 300km –Brevet, 23.8.09)
wieder als Vorbereitung abgefahren um Überraschungen zu vermeiden und
kleine Streckenänderungen einzupassen und auszuprobieren.. Auf der Straße nach Ebstorf erwischt mich
wieder Gegenwind, aber auf Ebstorf freue ich mich besonders.
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Sonntag, 12.7.
Alpe d'Seevetal
Karoxbostel, Jehrden, Glüsingen, das sind die unbekannten Dimensionen, in die ich zunächst vordringen musste um zum Start in Meckelfeld zu gelangen. Ich wohne zwar nicht weit entfernt, aber der Weg war mir , im Gegensatz zur eigentlichen Strecke, völlig unbekannt. Kaum
hatte ich Klecken verlassen, kam mir Erhard überraschend entgegen und
rief mir was wie „Hinterradefekt“ zu. Sicher kein Problem für Erhard.
Er hat ja die Möglichkeit von Buchholz direkt zur ersten Kontrolle nach
Holtorfsloh zu fahren. Obwohl ich etwas spät dran war, wartete noch eine
lange Schlange am Start. Die 1000-köpfige RTF- Gemeinde durfte nur in
kleinen Häppchen und großen
Abständen auf die Reise. So musste ich mich im letzten Häuflein
bis 9:45 gedulden.
Vor mir startete Günther von Blau- Weiss, der sich der Sternfahrt von Buxtehude angeschlossen hatte. Start
Richtung Elbe und über die lange Brücke über den größten
Rangierbahnhof Europas (immer noch?), ein bisschen am Elbdeich entlang und
über Fliegenberg und Stelle zur ersten Kontrolle. Es hatte sich trotz des späten Starts ein schnelles Team gebildet und wir überholten viele Gruppen. Holtorfsloh kündigte sich schon von weitem mit buntem Gewusel an, als hätte Gottschalk eine Kiste Gummibärchen über die Straße gestreut. Dort standen auch Günther und seine Buxtehuder. Die Rast kam mir zu früh und so ließ ich mich nicht aufhalten. Weiter durch allzu bekanntes Terrain zu K2 nach Undeloh. Hier schloss ich mich Helmut und anderen Forumsfahrern an. Die Jungs und besonders die Dame fuhren echt stark, oder sie wollten mich nicht enttäuschen. Nach der langen Steigung beeindruckt in Egestorf die schöne, barocke Fachwerkkirche. Hier wirkte Heidepastor W. Bode, einer der Gründer des Naturschutzparkes Lüneburger Heide. Bis zur Streckentteilung bei Evendorf hatte ich etwas Muße mich mit Helmut über Pixel auszutauschen. Leider viel zu kurz, denn das Forum mied das Hochgebirge auf der langen Runde und bog links ab. Mein Prinzip, immer die längste Runde zu fahren, wurde gleich durch Sprühregen und dann durch Regen mit richtig fetten Tropfen auf die Probe gestellt. Zu spät, umkehren geht nicht!
Allein. Der Letzte? Die Gegend gehört noch zu meinem Trainingsgebiet, aber was auf dem Streckenplan wie eine harmlose Schlaufe wirkt, kam mir vor wie ein wildes Labyrinth. Kaum glaubte man, es ginge geradeaus, wurde noch ein Dreher mit Steigung eingebaut. Steigern ließe sich das nur, wenn man immer den gleichen Berg noch mal rauf und runter fahren würde. Wie haben die das nur geschafft, ohne dass sich die Strecke irgendwo verheddert? Die Ausschilderung ist besser nicht möglich. Nie war zu befürchten, eine Abzweigung zu verpassen. Super! Das Wetter empfand ich trotz gelegentlicher Spritzer als ideal. So ist es mir lieber als zu heiß.
Borstel in der Kuhle überraschte mit einem besonders wilden Schwenk nach links und einer 9% Steigung. Wer oben angekommen noch aufmerksam war, hat sicher die mythischen Steinkreise aus der Bronzezeit mit den beiden flankierenden Hügelgräbern rechts direkt an der Straße bemerkt. Die Gegend ist durchsetzt mit teilweise spektakulären Zeugnissen aus der Vorgeschichte. (Soderstorf, Friedhof aus der Eisenzeit und die Totenstadt bei Oldendorf, wo es ein nettes Museum dazu gibt). Sicher nichts für Rennradler auf einer RTF. Der
Kurs mäanderte so wild, dass ich ihn nachträglich nicht rekonstruieren
kann. Auch der Stempelzettel hilft nicht weiter. So weiß ich auch nicht
genau, wann Walter Allert auf seiner privaten Runde zu mir aufschloss.
Walter ist ein
Organisationsgenie und organisiert Radreisen und
Feuerwehrweltmeisterschaften. An den Gleisen, wo es bei der Buchholzer Heidetour zu Stürzen kam, nehme ich mir die Zeit die Situation genauer zu studieren. Ich probiere aus, dass ein Rennrad noch in sehr spitzem Winkel problemlos über die Gleise rollt. Wer einen Schlenker fährt, um den Winkel zu vergrößern, sollte besonders über dem 2. Gleis nicht in Kurvenlage sein. An dieser Stelle verlaufen die Gleise ganz rechts aber schon fast parallel zur Fahrbahn, so dass die Reifen auch ohne Einfädeln nach rechts wegrutschen können. Auch hier haben die Seevetaler gehandelt: Warnschilder satt, mehr geht nicht. Wie ich später hörte, verlief die RTF völlig Unfallfrei. Walter verabschiedete sich, als wir an die Kontrolle kamen. Man
freute sich sichtlich über den einzigen Gast und ich nahm mir die Zeit,
den anwesenden Kindern die Nutella-Brote wegzuessen.
Dann
schwebte aber noch eine junge Einzelfahrerin mit rosa Rad und blassroter
Windweste ein. Als ich weiterfuhr, interessierten mich an der nächsten
Luhe-Brücke einige Kanuten und während ich mich unterhielt, rauschte sie
auf ihrem Liegelenker vorbei. Einholen gelang
nicht, ihr Vorsprung wuchs
zunächst ständig. Zwischen den endlosen sanften Wellen bis zur nächsten
Kontrolle stabilisierte sich der Abstand und auf langen Geraden bergauf
flatterte sie weit über mir unerreichbar als „Flamme Rouge“. An der
K4 in Gödestorf unterhielt sie sich mit einem Kattenberger, aber auf der
Weiterfahrt bemerkte ich sie dann
plötzlich wieder hinter mir und wir rollten zusammen, uns angeregt
austauschend, zum Ziel. Sie
war auf dem Rad bereits von Hamburg angereist und trainiert Triathlon.
Am Ziel gab es auch für die Letzten noch leckere Würstchen und ein Bier, das mir der nette Betreuer der Kontrolle K3 spendierte. Die Dame an der Anmeldung (Birgit?) entpuppte sich als meine sehr starke Begleiterin vom NC-Marathon in Volksdorf. Auch Helmut fühlte sich hier immer noch sichtlich wohl und spendete wohlwollend Pixel.
Die Fahrt nach Hause belohnte mich mit weiteren beschwingten 150 Höhenmetern. Neben Erhard und Gunther war auch Paul aktiv. Auf Fotos glaube ich auch Roman zu erkennen. Wer war noch dabei? Fotos: Harald/Helmut Weitere Berichte auf: www.hemuts-fahrrad-seiten.de |
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Fährstraße...wer war bei der RTF in Stade dabei?
Auf den Fotos habe ich nur Erhard gesehen, natürlich in der ersten Gruppe auf der Fähre. Sicher sind einige auch nur die kleineren Runden gefahren. Gab es für die Damen eine besondere Fähre über die Oste? |
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Mitternachtsmarathon
Nortorf am 5.7.09
von Harald
Ich hatte mich ganz nach vorn
gedrängelt um Fotos von der langen Schlange mit den rot glimmenden Rückleuchten
und den bläulichen LED-Lämpchen zu schießen, die sich gegen das schönere
Halogenlicht vollständig durchgesetzt haben, da traf ich Helmut, auf
den Absperrstangen turnend und natürlich fotografierend. „Willst Du
etwa von hier vorne bei den Schnellen starten?“ fragt er mich. „Ne,
bestimmt nicht, ich reihe mich lieber im hinteren Drittel ein“. Dann
ging es plötzlich los und wer fuhr als Erster vorneweg? Wenigstens die
ersten Kilometer. Dann ging ich nach links raus und ließ die ersten
Rudel durch. Mindestens hundert rauschten an mir vorbei. Dann reihte ich
mich wieder ein und wir glitten zügig und leise durch die Nacht. Was für
ein Unterschied zum letzten Jahr, wo in einer langsameren Gruppe
hektisch gebremst und beschleunigt wurde, begleitet von panischen Rufen.
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RTF in
Norderstedt am 28.6.09 von Peter
Heute Morgen haben wir uns mit Eckard und Roman am Rathaus getroffen. Wir haben gehofft, dass sich noch mehr Sportsfreunde einfinden werden, zumal der Wetterdienst seine Prognose für den heutigen Tag sehr optimistisch vorhergesagt hat. Nun ja, sind wir also zu viert losgefahren und konnten auch pünktlich starten. Eckard hatte sich von Anfang an einer Gruppe mit schnellen Fahrern angeschlossen. Roman zeigte sich wieder von seiner besten Seite. Er schuftete sich für uns durch die Landschaft. Hierfür noch einmal unseren ganz herzlichen Dank. Zwischendurch konnten wir uns verschiedenen Gruppen anschließen, die mit einem 30er Schnitt unterwegs waren. Hier sind die „Sportsfreunde“ aus Uetersen besonders erwähnenswert. Die Sportsfreunde sind zügig vorangekommen. Auch hier ließ es sich Roman nicht nehmen, das Tempo mit vorzugeben.
Vom letzten Kontrollpunkt sind wir gemeinsam mit
Helmut (Helmuts Fahrradseiten) nach 114 km wieder in Norderstedt gesund
angekommen. Organisatorisch eine gelungene Veranstaltung. An
den Kontrollpunkten sind wir immer herzlich aufgenommen worden. Es gab
immer ausreichend zu essen und zu trinken. Wir kommen gerne wieder. Sportliche Grüße senden Angela und Peter
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Udo am Nordcap
Wie mir Peter mir gerade berichtet, fährt Udo heute das letzte Teilstück, die letzten 380km zum Nordcap. Durch extrem schlechtes Wetter in Schweden am zügigen Weiterkommen gehindert, konnte er in den letzten Tagen wieder etwas aufholen und ist nun bei bestem Wetter und guter Form auf der Zielgeraden. Nach einigen Tagen Erholung wird Udo am 2. Juli wieder in Buchholz erwartet.
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Ein Baustein zu meinem Nordcup-Trikot ist der jährliche Marathon in Hamburg Volksdorf. Diese Strecke bin ich unzählige male gefahren und habe sie als heiß und anstrengend in Erinnerung. Am Sonntag war kühleres Wetter angesagt und ich fand das eher gut. Nach Studium der Wettervorhersagen verzichtete auf Starkregenausrüstung und hatte damit Haarscharf Glück. Durch diverse ungünstige Umstände ging ich erst nach dem offiziellen Start auf die Strecke. Schon bald befand ich mich mit einigen anderen Nachzüglern in der Gesellschaft der Nortorfer, die sehr diszipliniert in Zweierreihe und einheitlich auffällig gewandet als letzte Gruppe unterwegs waren. Gewechselt wurde Italienisch (Ich habe dieses System 1998 in Italien kennengelernt): Der linke Führungsfahrer fährt nach vorne rechts heraus und wird zum rechten Führungsfahrer. Die gesamte linke Reihe rückt 2 Plätze nach vorn vor. Der Vorteil: Kein zusätzlicher Platzbedarf auf der Fahrbahn, der Wechsel klappt auch bei schmalen Wegen und jeder Wechsel beschert einen neuen Gesprächspartner. Der Nachteil: Ich muss meine Philosophischen Ausführungen kurz halten und nach jedem Wechsel von vorn anfangen. Irgendwann war ich dann auch ganz nach vorn gerückt. Alles super, bis sich dann ein weiterer Vereinsfremder nach vorn schob und gleich losdüste. Es dauerte nicht lange, da fing jemand an ziemlich autoritär zu rufen und die Gruppe verlangsamte so stark das Tempo, bis wir acht „Zugereisten“ als eigene Gruppe vorne heraus fuhren. Ich war froh, als die Kommandos hinter uns leiser wurden. Meine Nachbarin erklärte mir, dass der Boss der Nortorfer für Disziplin sorgt. Na danke. Mein Stil ist das nicht. Schon war die Kontrolle in Kollow erreicht und wie immer treffe ich dort auf Helfer Harald. Mit Harald bin ich 1994 auf meinen ersten Marathon (Super –Cup, 270 km) in Oeversee begegnet und seitdem bei unzähligen anderen Marathons. Zu den nächsten Stationen in Linau und Kühsen begab ich mich allein auf die Strecke und fand mich unterwegs nur mit anderen Einzelfahrern zusammen. Ich bin noch nie eine so hervorragend ausgeschilderte Strecke gefahren. (Unsere RTF in Buchholz darf ich ja nie ausprobieren). Ca. 50m vor jeder Abzweigung warnte ein Vorwegweiser. Die neuen Pfeile in Orange fallen gut auf. In Kühsen bekam ich die bestellte Warmverpflegung, zu der ich mich wegen des vorausgesagten kühlen Wetters entschlossen hatte. Alles war bestens, Pasta mit Salat und Jogurt, aber bei der Weiterfahrt bekam ich so schwere Beine, dass ich beschloss, bei den nächsten Marathons auf die Extraportion zu verzichten. Deshalb saugten mich die Kattenberger kurz nach Kühsen auf, die in großer Gruppe flott, entspannt und ohne laute Kommandos rollten. Sehr angenehm. Die Kattenberger hatten ihre eigene Wechselvariante eingeübt: Die beiden Vorderen fahren beide nach rechts raus, wobei der Linke vor dem Rechten ausschert. Die Kattenberger legten ein frisches Tempo vor und ich bleib bis zur 4. Kontrolle (wieder Kühsen) und bis zur 5. in Todendorf dabei. Vor Todendorf ließen bei einigen die Kräfte nach und die Fahrt wurde ungleichmäßig und langsam. Auch die Kattenberger hatten einen Anführer. Dieser regelte die Gruppe aber so unauffällig, dass ich es lange Zeit gar nicht mitbekam und wir Nicht- Kattenberger uns willkommen fühlten . Vorbildlich! Trotzdem nahm ich das letzte Teilstück von 20 km wieder solo in Angriff. Auf der gesamten Tour wechselten ständig nasse und abgetrocknete Passagen einander ab. Mal tröpfelte es, mal sprühte es, aber nie so stark, dass ich eine Regenjacke vermisst hätte. Glück gehabt! Im Ziel lichteten sich die Reihen der Teilnehmer aber es war noch reichlich Kuchen und Würstchen vorhanden. Als Zugabe für die „Cupper“ erhielt ich nach Rot und Grün diesmal ein gelbes Kopftuch. Kaum hatte ich mein Rad im Auto verstaut, rauscht ein Wolkenbruch herab. Auf der Heimfahrt hatte ich bei Hittfeld noch das Glück, eine wunderschöne Windhose mit ausgeprägtem Tornado-Rüssel zu beobachten. Ansteigende Form? Ich fürchte nicht! Ich habe den Eindruck, dass der Leistungsunterschied zwischen den vorderen und hinteren Gruppen kleiner geworden ist. Von den Schnellsten mal abgesehen kann man in jeder Gruppe gut mithalten aber alle sind anspruchsvoll. Das hat zur Folge, dass man, erst mal hinten gestartet, kaum Möglichkeiten hat sich nach vorn zu arbeiten, was auch sicher nicht nötig ist. Mich würde auch interessieren, wer von uns Blau-Weissendie RTF gefahren ist? Erhard? Roman?
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Biathlon
An einem Wettbewerb der anderen Art nahmen einige unserer Fahrer in Buchholz teil. Interressante Berichte und Fotos unter: |
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Über Pfingsten gab es genügend bemerkenswerte Unternehmungen. Am 31. 5. lockte die vielgelobte RTF Rund um Lüneburg, um die es verschiedenste Erfahrungen zu sammeln gab. Eckhard, Roman und ich trafen uns zur Sternfahrt in Buchholz und fanden schöne, unterschiedliche Strecken für die Hin- und Rückfahrt. Nach ca. 57km brauchten wir am Start einen großen Pott Kaffee und einen üppigen Kuchen als Stärkung für die Rückfahrt. Als wir uns auf den Rückweg machten, kamen gerade die ersten schnellen Gruppen herein. Auch aus unserer beschränkten Sicht heraus können wir uns dem allgemeinen Lob zur Veranstaltungen anschließen. An der letzten Steigung von Bendestorf nach Klecken konnten wir Eckhard noch als unsern Bergkönig küren.
Die meisten sind aber mit dem Auto zum Start gefahren, wie z.B. Günther, dem wir sicher zu bummelig gewesen wären.
Der gemeine Blau-Weisse ist eine scheue Erscheinung und hält sich gern im Hintergrund auf. Meist ist er schon wieder wech wenn fotografiert wird. So konnte ich mit viel Glück seltene Exemplare aus anderen Fotos stark heraus vergrößern um zu belegen, dass er nicht wirklich ausgestorben ist. Berichte über die eigentliche RTF sind bei www.team-mainplan.blogspot.com und natürlich auf www.helmuts-fahrrad-seiten.de. zu finden.
Über die Helfertour berichtet Dieter auf der Seite vom Team Mainplan: Montag, 1. Juni 2009RTF Helfertour von Dieter
Heute hat für alle, die an der Buchholzer RTF
nicht teilnehme konnten, die RTF- Helfer-Tour statt gefunden.
Am Treffpunkt fanden sich zum Start 10 Fahrer ein. Der größte Teil
kam von Blau Weiss der Rest war bunt gemischt. Das Trikot Team
Mainplan wurde nur von mir getragen.
Günter hat uns vorgeschlagen, die 110 km Strecke zu fahren; allerdings mit kleinen, neuen Umwegen, um den einen Gefahrenpunkt "Bahnschienen", an dem es immer wieder zu Unfällen gekommen ist, zu umgehen. Die ersten zwei Fahrer (-innen, Alex) sind nach 1 Stunde alleine weiter gefahren, da sie nicht die ganze Tour bestreiten wollten. Der Rest fuhr mit gleichmäßigem Tempo um die 30 km/h bei strahlendem Wetter und fast ohne Autoverkehr durch die wunderschöne Heidelandschaft. Der eine und andere hatte noch etwas müde Beine von der gestrigen RTF in Lüneburg. Auf der traditionellen Rennstrecke "Naturschutzgebiet" mussten uns die beiden Fahrer des "Team ITS" ziehen lassen. Es war dann doch etwas zu lang und zu schnell. Die beiden sind über die B3 zurück gefahren. Wir nahmen den üblichen Rückweg über Todtglüsingen und haben es tatsächlich mal geschafft, noch eine Kaffeepause einzulegen. Hans Peter hat daran nicht mehr teilgenommen, sondern ist aus Zeitgründen alleine nach Hause gefahren (vielleicht auch, um endlich mal schneller fahren zu können). Vielen Dank an Erhardt, der uns dazu eingeladen hat. In Tostedt verließen uns Günter und Eckhardt, die von dort direkt nach Hause gefahren sind, so dass zum Schluss nur Hans, Erhardt und ich nach Buchholz fuhren. Es wurde insgesamt eine sehr schöne Tour von 3 Stunden 45 Minuten und 115 km.
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Westküstenmarathon
/ Kalle-Bäcker RTF
24.5.09
Die Voraussetzungen für die Tour konnten nicht günstiger sein; Sonne, nicht zu warm, nicht zu windig. Am Start drängelte ich mich etwas nach vorn um zu sehen, ob ich noch einen Bekannten sehen würde und fand Hermann Piepereit, Gründungsmitglied der Randonneure S-H, verkleidet als Endspurtler, den ich bereits in Winsen getroffen hatte. Auf dem ersten Teilstück war eineBahnbrücke die einzige Bergwertung und wurde entprechend genommen. Die zweite Gruppe, in der ich mich befand, fuhr zügig aber mit unmotivierten Tempoverschärfungen, so dass ich mich in eine friedlicher Gesellschaft zurückfallen ließ. Die war mir aber zu langweilig und ich schloss mich drei jungen Typen an, die konstant und zügig südwärts strebten. Die Windräder standen auf unserm Kurs Süd zum Teil noch still, was sich später ändern sollte. Irgendwo kurz vor Marne hatten wir einen Pfeil verpasst und fanden auf Umwegen zum Kontrollpunkt Kalle-Bäcker. Den Weg wies uns zum Schluss der Duft frischer Brötchen und ausgezeichneter Backwaren. Dazu Melonenstücke und Kuchen im Überfluss. Nicht zu übertreffen! Auch Heidebiker hatte sich im letzten Jahr begeistert darüber ausgelassen. Wenn die Kunden begeistert sind, macht es auch den Helfern Spaß.
Es ging schön flach weiter auf die nächste Schleife. Der Streckenabschnitt mit Burg, wo ich von vor zwei Jahren die einzige nennenswerte Erhebung in meiner Erinnerung hatte, war wegen Bauarbeiten herausgenommen worden. Also alles flach hatte ich mich gefreut. Als Trost für die Spezialisten konnten aber doch noch einige Geestrücken eingebaut werden. Mit Mühe blieb ich an meiner sonst so ausgeglichenen Gruppe dran. Und schon waren wir wieder beim berühmten Kallebäcker in Marne! Dann schob mich der Wind Nord-Östlich. (Die Windräder lächelten mich an) Ich hängte mich an einen Torpedo-Mann aus Nortorf, der mir mit einigen scharfen Antritten zu verstehen gab, dass ihm ein altes Dickerchen im Schlepp peinlich ist. Solange es flach blieb, hatte ich meinen Spaß. Es wurde immer hügliger und ich gab ihn frei. Schon bald sog mich aber meine alte Gruppe wieder auf und trotz immer „ausgeprägterer Profilierung“ der Strecke erreichte ich mit ihnen das Lokal Traube in Tellingstedt wo Spagetti und Salat warteten. Wieder eine super Kontrolle in einem lauschigen Hof und ein malerischer Ortskern. Langsam begriff ich, dass für die Marathonis Meldorf zugunsten einiger Wellen ausgetauscht worden war. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, diesmal den „Dom“, der bei seiner Gründung im 9.Jh. direkt an der Nordsee lag, von innen anzusehen. Der Innenraum aus dem 13. Jh. soll einmalig und wesentlich interessanter sein als die neugotische Fassade. Helmuts Fotos zeigen, dass die RTF dort auf dem schönen Marktplatz Station gemacht hatte. Die zweite Runde nach Tellingstedt überstand ich trotz aller Kraftmeierei der Anführer in der Gruppe.
Auf die letzten 30 km brach ich allein auf in der Gewissheit, dass mich schon jemand aufsammeln würde. Es war flach und baumlos, der Wind hatte stark aufgefrischt und kam nur noch von vorn aber es fand sich kein Mitreisender weit und breit, der mir beistehen konnte. Da wurden die letzte Kilometer lang und länger. Von weitem boten die Türme der Raffinerie bei Heide eine Landmarke, die nicht näher kommen wollte. Das übliche bunte Treiben am Ziel, gut organisiert. Auf dem Parkplatz fehlten erst wenige Autos, ein Zeichen dafür, dass ich noch im mittleren Feld angekommen bin.Ein wunderschönes Erlebnis. Nur die Rückfahrt durch Hamburg war ein Albtraum.
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Vatertagstour
nach Winsen
So schön ist Radfahren! Nachdem ich trotz meiner Verspätung noch schnell an unserm Treffpunkt in Buchholz vorbeigeschaut habe, wo ich natürlich keinen mehr antraf, düste ich 10:10 nach Reindorf zur Kontrolle, die aber noch nicht aufgebaut war. „Das ist die große Runde, die kommen nicht vor 11: 30 hier vorbei". "Wenn ihr Euch da nicht täuscht", dachte ich und zuckelte den Pfeilen folgend los.
Vor Hanstedt kamen mit schon größere Gruppen entgegen. Wer hier vergessen hat, in welche Richtung er will, findet in alle Richtungen Pfeile satt und landet immer irgendwann an einer Kontrolle. Nur, wenn mir hier bereits Gruppen entgegen kommen, dann mussten die 150er schon kurz nach mir an der Kontrolle in Reindorf gewesen sein. Hoffentlich war die noch rechtzeitig aufgebaut worden.
Die Pfeile wiesen bekannte und für uns Buchholzer ausgetretene Pfade. An der Steigung hinter Sahrendorf sauste eine zerfallende Gruppe mit Erhard dazwischen vorbei. Das mussten die ersten 150er sein. An der Steigung hatte ich keine Chance mich dranzuhängen. Vorbei an der uralten Kirche in Undeloh. Warum war ich da eigentlich noch nie drin? Bis zur Steigung hinter Undeloh war ich zwar fast wieder dran, aber an der Kontrolle in Wesel waren sie schon alle weiter. Lange konnten die sich nicht aufgehalten haben. Hier hatte ich Zeit, eine Gruppe mit Kinderanhänger zu bestaunen.
Zurück nach Hanstedt. Unterwegs überholte ich die Gruppe mit dem Kinderanhänger, die flott unterwegs war. Aus dem Anhänger drang Kindersingen. An der Kreuzung in Hanstedt hängte ich mich an eine Radlerin, die forsch loslegte. Am Vatertag, kann ich mich ja mal chauffieren lassen. In Ramelsloh kreuzte Lothar Havemann, dessen Bianchi-Trikot und Rad die Gegend in einen türkisen Schimmer tauchte, den Weg. Lothar war früher in der DDR ein guter Rennfahrer und hat sich nach der Wende auch bei uns um den Rennsport verdient gemacht. Um ihn wenigstens zu grüßen, legte ich eine kleine Extrarunde durch Ramelsloh ein. Vorbei an der gotischen Kirche. Hierhin Flüchtete sich Bischof Ansgar von Hamburg in einem Kahn, als die Wikinger 845 das junge Hamburg überfielen.
In Ohlendorf war das Verpflegungsangebot ziemlich aufgeräumt. Einerseits finde ich das OK, nur die Ansprüche und damit die Hürde für Organisatoren nicht zu doll hochschrauben, aber die Begründung, dass nicht solcher Andrang erwartet wurde, sticht nicht. War das gute Wetter eine Überraschung? Aber Wasser und Waffeln tun es auch und alle waren bester Laune. Ich spottete „Lasst euch nicht von Helmut erwischen“ und erfuhr so, dass er noch erwartet wurde. Hinter Stelle konnte ich mich bis zur Kontrolle in Hunden an eine rasante 150er Gruppe hängen. Erst glaubte ich höchstens ein Kilometer mithalten zu können aber dann war es in dem Sog doch recht kuschelig. An der Kontrolle in Hunden wollte ich mich gerade wieder einreihen, da rief ein Sopran meinen Namen. Es waren Peter und Angela. Im Ziel haben wir bestimmt noch Zeit für einen Plausch.
Bis dahin war es nicht mehr weit und durch die Winsener Marsch gab ich noch einmal alles, ohne Rücksicht auf den Heimweg.
Am Ziel traf ich noch einen alten Randonneurskollegen, Hermann Piepereit, der sich schon mal für meine Hudertwassertour (300 km) angemeldet hat. Er war mit dem Rad von Ahrensburg angereist, die 158er gefahren und machte sich gerade auf den Rückweg. Zusammen ca. 270 km. Siehste! Warum konnte ich mein Gesäß nicht etwas früher aus den Federn schieben und auch zum Start radeln? Inzwischen war auch Peter und Angela eingetroffen und ich bewunderte sein Pan–Kostüm, frei nach dem Vorbild des Tänzers Nizhinsky. Schwarz -Weiß ist, wie man sieht, total in, auch wenn hier noch Helmut mit dem Elbcult -Trikot fehlt.
Für den Rückweg wählte ich die gewohnten Nebenwege, die heute einige Gelassenheit erforderten. 15 Straßenperren mit fröhlich feiernden Ausflüglern zählte ich. Besonders an der Horster Mühle erforderte das Vorwartsstreben einiges Geschick. Gut dass die RTF an so einem Tag nicht über Nebenwege führt! Nach so einer schönen Tour freue ich mich am Sonntag auf Wesseln, wo ich um 7°° erscheinen werde. Warum ich über eine so normale RTF so viel schreibe? Weil es so schön war und ich sie so noch einmal erlebe, genauso wie bei den Beschreibungen und den Fotos der anderen Autoren. Weitere Berichte auf www.helmuts-fahrrad-seiten.de. |
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Es ist der 21. Juni 2009. Sein Blick schweift von dem 300m hoch gelegenen Schieferplateau über das aufgewühlte, bleigraue Meer, der Himmel regenverhangen und es ist alles andere als warm. Möglicherweise hat er aber Glück und eine rote Mitternachtssonne erwärmt mit ihren flachen Strahlen sein Gemüt. Hinter ihm feiern einige Norweger und Touristen die helle Mitsommernacht mit viel Bier an einem großen Feuer. Vor seinem inneren Auge ziehen Segler des 16. Jahrhunderts vorbei, auf der Suche nach einer Nord-Ostpassage.
Udo
wandelt auf den Spuren von Francesco Negri, einem Priester aus Ravenna,
der 1664 Europas nördlichsten, heute auf Straßen erreichbaren Punkt als
Tourist besuchte. Francesco
war besessen davon herauszufinden, wie die Menschen so weit im Norden überleben
konnten. Er reiste allein und schrieb seine Erfahrungen nieder. Als er zum
Schluss sein Ziel erreichte, wurde er berühmt für den Ausspruch: „Hier
stehe ich nun am Nordkap – am letzten Außenposten der Zivilisation –
und kann sagen, dass meine Wissbegier nun befriedigt ist. Ich reise nun
zufrieden heim – so Gott will.“ Auch
Udo wird alle Anstrengungen überlebt haben und möchte bitte auch einen
historisch wertvollen Ausspruch für die anteilnehmenden Sportfreunde
dokumentieren. Am 16. Mai wird Udo ein Abenteuer beginnen, dass alles Andere, was bei uns oder in meinem Bekanntenkreis unternommen worden ist, weit in den Schatten stellt: Eine Radtour vom Sizilien bis zum Nordkap. Ca. 4877 km hat mein Routenplaner ausgegeben. Udo rechnet mit 5 ½ tausend km, unterteilt in Marathon-Teilstücke von 200 km. Sizilien, Sardinien und Korsika, Norditalien, Alpen und Deutschland, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen bis zum Nordkap (nicht zu verwechseln mit dem Nordcup),
Wenn
er die Mediterranen Gefilde ohne Sonnenstich verlassen, unsere
wechselhaften Breiten durcheilt hat ohne aufgeweicht zu werden, dann wird
das raue Klima des Nordens ihn in dicke Klamotten zwängen. (Im Sommer
2000 bin ich in den Hügeln westlich von Stockholm in einen Schneesturm
geraten). Wenn ich an die einsamen Straßen in Schweden denke mit
Abschnitten von fast 200 km ohne Verpflegungsmöglichkeit, dann dämmert
mir, was Udo neulich auf einer Trainingstour bei den „Grabenfischern“
im Seevetal lernen wollte: Überleben in der einsamen Wildnis des Nordens.
5
Wochen sind veranschlagt und ich hoffe, es sind ausreichend Pausen und
Sightseeing eingerechnet.
Überschlägig gerechnet ergibt das ca. 150 km am Tag oder 3 Tage 200 km
und dann ein Ruhetag. Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass der Körper
lange an solchen Leistungen arbeitet, interessiert mich, ob die Leistung
gehalten oder sogar gesteigert werden kann, sie sich auf einem niedrigeren
Niveau stabilisiert oder mit der Zeit abnimmt. Udo,
wie beneiden wir Dich! Dass Du Fortune besitzt, neue Ideen zu
verwirklichen wissen wir und wie alle Pioniere überlässt Du Bewunderern
nur die blasse Möglichkeit fader Kopien Deiner Taten. Wenn Du auf Deinen Fahrten die Möglichkeit hast, uns einige Krümel Deiner Erlebnisse und Abenteuer zukommen zu lassen, werden wir gern teilhaben.
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Sternfahrt von Buchholz zur RTF nach Buxtehude am 3.5.09 von Peter Hallo Harald,
anbei einige Eindrücke zur heutigen RTF. Wir, Angela, Stefan, Bernd Seyer (seit 1. Mai 2009 neues Mitglied in unserer Sparte), Roman, Heinz und ich, trafen uns um 7:30 zur Sternfahrt „Has und Igel“. Rechtzeitig zur Abfahrt fing es zu Regnen an. Udo wollte heute 200 km fahren, zog es aber vor nicht zu fahren. Wir machten gute Fahrt und sind nach 30 km um 9:30 zur eigentlichen RTF gestartet. Hier haben wir noch Karsten getroffen, den sich auf den Weg machte. Zwischenzeitlich hatte der Regen nachgelassen und die Sonne gab sich alle Mühe unsere geschundenen nassen Körper zu wärmen.
Ich, der immer noch mit seinem
Trainingsdefizit zu kämpfen hatte, tat sich schwer der Gruppe zu folgen.
Vorne wurde das Tempo rausgenommen. Danke an die Pacemaker. Nach
unfallfreien 48 km sind wir wieder am Ausgangspunkt zurückgekommen. Just,
in diesem Moment hatte Angela am ihrem Hinterrad einen Platen. Heinz hatte
sich angeboten schnell den Schlauch zu wechseln. Toll, auch hierfür
herzlichen Dank. Wieder rechtzeitig, zur Rückfahrt, setzte der Regen
erneut ein, aber nur kurz. Noch in Buxtehude kam uns Karsten mit seiner
„Gruppe“ entgegen. Kurz hinter dem Trelder Berg fuhr er mit seinem PKW
an uns vorbei. Nach 105 km sind wir alle wohlbehalten zuhause angekommen.
Wir freuen uns schon auf die nächste RTF. Herzliche Grüße, Angela und Peter Siehe auch den Bericht vom Heide-Biker
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Sportbetrug
mit tödlichem Ausgang…….
von Harald ist das Titelthema der Haas und Igel RTF in Buxtehude. Schließlich wird der arrogante Hase derbe irregeführt und verstirbt, zu erschöpft, um vom Igel eine Urin- Probe zu fordern. Insgesamt
waren von uns Blau- Weißen aus Buchholz doch einige dabei: Günther und
Eckhard von Hollenstedt aus, unsere 25er Angela,
Peter, Stefan, Bernd Seyer (seit 1. Mai 2009 neues Mitglied in unserer
Sparte), Roman und Heinz, dazu Heide-Biker Karsten, der mit dem Auto
angereist ist und irgendwo auch Erhard gesehen hat.
Ich
radele, wie jedes Jahr, von Klecken aus über die Rosengartenstraße um
mich in Eversen –Heide den Gruppen anzuschließen. Diesmal hatte ich
meiner Tochter in Sachen Schule etwas zu helfen und kam erst kurz vor 12°°
auf die Strecke. Ja, ja, ich gebe es zu, es lag auch etwas am Regen. So
wunderte ich mich nicht, dass bereits abgeschildert war als ich in die
Strecke einbog. Nur eine verlorene Wasserflasche bestätigte mir den
richtigen Weg. Nach einigen Kilometern fand ich aber noch Schilder, wählte
an der Streckenteilung die 75er Runde, in der Hoffnung, noch Nachzügler
einzuholen. Den Pfeilen konnte ich lange folgen bis mich der Besen-Bus vom
BSV überholte. Richtig, an der nächste Ecke war dann wieder schon
abgeschildert. Der Nase nach fahrend stellte ich fest, dass man in dieser
schönen, aber etwas einförmigen Landschaft überall geeignete Nebenwege
findet. Irgendwann stoße ich auf eine Straße, wo Gruppen vorbeiflitzen.
Hinterher! Die langsameren sind 110er, auf dem Weg zum Ziel, die
schnelleren 150er. Ein Schleicher bringt mich dazu, 4 mal nachzupumpen. In
dieser Zeit überhole ich 5x die selbe Kleingruppe. Die Zieleinfahrt ist auch in diesem Jahr wieder nicht ausgeschildert und ich kann einem Fahrer helfen, der zunächst an der Einfahrt vorbeigerauscht ist. Seit ich vor Jahren mal halb Buxtehude nach dem Ziel abgesucht habe, mache ich die Veranstalter jedes Jahr auf dieses Problem aufmerksam. Meist wird die Hinweistafel von übereifrigen Helfern zu früh weggeräumt. Die Geselligkeit im Ziel ist überschaubar. Einige sitzen auch draußen auf den Bänken. Die Angaben zu den Teilnehmern schwanken zwischen über 300 und fast 400, immerhin, trotz Regen und Parallelveranstaltungen. Bei
Uta Bruns, die hier wie jedes Jahr einen Stand hat und vieles anbietet was
ein Radlerherz höher
schlagen lässt, bekomme ich einen Schlauch. Uta hat eifrig zu tun.
Besonders Hosen scheinen ein Renner zu sein. Uta
ist langjährige Vorsitzende des Radsportbezirks Lüneburg und inzwischen
auch im Landesverband mit viel Zustimmung für den Breitensport zuständig.
Darüber hinaus verfügt sie über eine stolze Sammlung von
Trainerscheinen und Befähigungsnachweisen und sicher auch die richtigen
Befähigungen. Leider vergaß ich zu fragen, ob sie nächste Woche auch
unsere Heidetour beehrt. Ich würde mich freuen. Verpflegung
ist noch reichlich vorhanden und ich lass mir ein Würstchen geben. Während
ich draußen den Schlauch meines Hinterrades austausche, werden bereits
die Bänke weggeräumt, was die Aktion etwas behindert. Auf meine Frage
hin, ob sie damit nicht auf die letzten Fahrer der 150er Runde warten
sollten, wird mir von einem freundlichen Herrn mit grauem Bart erklärt,
dass bereits der Wagen von der letzten Kontrolle zurück sei und sich
niemand mehr auf der Strecke befände. Es werde ja schließlich genau Buch
geführt und natürlich bin ich der Erste, der die fehlende Ausschilderung
zum Ziel bemängelt. Auf meinem Rückweg über Nindorf kommen mir noch
mindestens 20 RTF-Teilnehmer auf dem Weg zum Ziel entgegen.
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Marathon
auf Abwegen
26.April 09
von Harald
Möglicherweise hätte ich auch etwas länger schlafen können um mich dann Erhard anzuschließen, der von Buchholz gleich mit dem Rad nach Hamm zum Start gefahren ist. Mit Hin und Rückfahrt hätten die Strecke als Marathon gereicht und wäre nach meinem Geschmack gewesen, aber ich will die Nordcup-Serie fahren und mit dem Rad zum Start um 7:30? War mir denn doch zu früh.
Ich fotografiere die 180 Starter von vorn und werde auch gleich von Wichtich -Wichtich angeraunzt: Hinten anstellen! Mache ich dann auch brav. Fahre also ganz hinten zwischen großen Gruppen mit hohem Frauenanteil der anderen NC-Veranstalter wie Kattenberg, Nortorf und Husum mit ruhigem Tempo durch Hamburger Stadtgebiet.
Schnell verlässt die Strecke das Gebiet mit dichter Bebauung und einigen Ampeln und führt durchs schöne Alte Land, über den Süderelb -Deich zur Kontrolle in Altengamme. Hier verlasse ich die „Kattenberger“, die am flottesten unterwegs waren und erreiche Geesthacht. Kurz vor dem Kenkraftwerk Krümmel kann ich in ruhe die gewaltigen Fallrohre des Pumpspeicherwerks bestaunen, die den Höhenunterschied des Elbhangs ausnutzen. „Höhenunterschied“ lässt aber auch gleich Vorahnungen aufkommen. Beim Fotografieren holen mich eine Gruppe Randonneure (Langstreckenfahrer) ein, die ich zum Teil kenne. Wie schon vermutet, lässt die Steigung nicht lange auf sich warten und wie immer nutzen einige dünne Heringe diese Möglichkeit, ihre Mallorca- Form zu zeigen. Die Strecke ist gut ausgesucht und das Wetter ist optimal. Wir erreichen Gülzow ohne Ermüdungserscheinungen. Offenbar ist das Feld der Marathonfahrer durch die Ampeln in Hamburg so weit auseinandergefallen, dass es keine Möglichkeit gibt, in eine Gruppe vor uns zu wechseln. Von Gülzow schließe ich mich zwei Aachenern an, die unbedingt den Nordcup fahren wollen. Das Gelände ist durch ein ständiges leichtes Auf und Ab geprägt und an irgendeiner Steigung beschließe ich lieber meinen eigenen Rhythmus zu folgen.
Die Kontrolle am Schaalseekanal bei km 107 ist besonders idyllisch und so ruhig, dass ich mich etwas länger aufhalte. Als ich vor der Abfahrt von einer Brücke fotografiere, rauschen gerade meine Randonneursfreunde herein. Unterwegs richte ich an einer Abzweigung die Richtungspfeile, die abgerissen auf dem Boden lagen, wieder her.
Ich fahre allein bis Zur Kontrolle in Güzow, wo ich wegen des auffrischenden Gegenwindes von den „Kattenbergern“ eingeholt werde. Eine Liegeradlerin, die kurz darauf eintrifft, brüllt laut: „Scheiße, ich bin im Kreis gefahren, hier war ich schon!“ Auch meine Randonneursfreunde Gerald und Norbert (CSC) treffen ein. Norbert ruft immer wenn ich ihn treffe, dass ich ihn mal in Buxtehude, wo wir uns verfranst haben, mit meinem Orientierungssinn gerettet habe. Inzwischen bevorzugt er GPS, wie viele Langstreckenfahrer. Da Gruppen mit Damen an den Kontrollen meist etwas länger brauchen, fahre ich allein weiter. Das hat den Vorteil, dass ich mein eigenes Tempo finden und mehr sehen kann. Kurz nach Gützow verpasse ich einen Rechtspfeil und rausche die Geesthachter Straße herunter nach Tesperhude. Weil ich mir zutraue die Kontrolle in Altengamme wiederzufinden, Fahre ich am Elbufer über Geesthacht zurück. Unterwegs begegnet mir eine große Fahrraddemo mit Polizeibegleitung und allem Drum und Dran. Es geht um einen neuen Leukämiefall in der Nähe des Kernkraftwerks. Mit etwas Glück finde ich auf die alte Strecke zurück und habe keine Zeit verloren.
In Altengamme halte ich mich nicht lange auf weil ich mir ausgerechnet hatte um 15:15 am Ziel zu sein. Am Elbufer zurück mit Rückenwind schnell dem Ziel entgegen, wenn nicht ein Schild unterschiedlich zu interpretieren gewesen und ein Pfeil "zum Ziel" entfernt worden wäre. So folge ich der 75er Runde, die zuerst in die falsche Richtung führte und später schon abgeschildert war. Keine Ahnung, wo ich mich befand. Nach langem Fragen und Irren finde ich einen Radweg, der an der Bahn entlang von Bergedorf über Allermöhe bis Billbrook führt. Von dort taste ich mich ohne Ortskenntnisse und vielen Fragen nach Horn und Hamm weiter. Zum Schluss weist mir ein Taxifahrer den Weg. 1,5 Stunden später als geplant und froh, dass nicht schon alles geschlossen war, erreiche ich das Ziel. GPS? Das hätte mich nur um das Vergnügen ca. 20 mal nachzufragen gebracht. Nach mir wurden noch 20 Fahrer vermisst und einige Nachzügler erzählten mir, dass sie sich verfahren hatten. An der Anmeldung aber herrschte nur Erstaunen: „Merkwürdig, dass Du der einzige bist!“ Den „Endpurtlern“ kann man zu dieser tollen und interessanten Strecke nur gratulieren und mit dem Wetter hatten sie das Glück der Tüchtigen. Bericht
vom Heide-Biker mit vielen
Fotos über die RTF. Bericht vom Jedermannrennen in Göttingen bei Team-Mainplan. Besonders freut uns natürlich das hervorragende Abschneiden der Blau-Weiss-Fahrer Lars Peper, Siegfried Klein, Hans Preuß, und Svend Andersen
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Same
procedure as every year?????
Weitestgehend, aber eben nicht ganz! Als ich am Sonntag, wie immer, um 10:15 in Klecken einsteige, gerate ich erst mal in eine gemütliche Gruppe die gemächlich und ohne Hast vor sich hin pedaliert. Überholen oder genießen? Lieber locker einfahren. Irgendwo vor mir gondelt Thomas H. im Mainplan-Tikot und scheint es auch nicht eilig zu haben. Seit Karfreitag ist die Natur regelrecht explodiert. Alles ist grün und blüht und sogar der Raps färbt sich schon gelb in der Sonne. Wie im letzten Jahr? Die anderen sind etwas wärmer gewandet weil sie bereits vor einer Stunde und 5° kälter gestartet sind.
Wir bummeln weiter über Tötensen und Westerhof, wo in der kleinen Steigung Thomas (Mainplan-man) Fotografiert. So komme ich endlich zu einem kraftvoll -dynamischen Bild von mir. Danke Thomas! Erst als ich schon vorbei bin höre ich das "Hallo Harald" und ärgere mich, dass ich nicht kurz angehalten habe. Weitere Fotos von Thomas und einen spannenden RTF-Rennbericht auf www.team-mainplan.blogspot.com. oder natürlich auch bei Heide-Biker und unter www.helmuts-fahrrad-seiten.de. Diesmal scheint mir das gesamte Tempo ruhiger und der Rummel an der Kontrolle noch größer zu sein als in meiner Erinnerung. Alles ist wunderbar entspannt. (Noch wenige Kurbelumdrehungen bis Grauen, wo die gut organisierte Kontrolle wartete. In dem traditionellen Chaos in der Einfahrt kümmerte sich ein Helfer geduldig um die Verwirrten um ihnen in einem kostenlosen Beratungsgespräch eine Richtung zu empfehlen. Zu meiner Freude traf ich dort auch Frank Plambeck, bei dem ich in Hamburg den Trainerschein gemacht habe und der hier als Helfer fungierte. Wie in jedem Jahr wählte ich die große Runde mit 113 km (ich will ja auch was für mein Geld haben!). Heute lief alles zunächst leicht und locker. Moisburg, mit seiner schönen, historischen Mühle, Rahmsdorf, Goldbeck, Sauensiek.) An der prächtigen Mühle halte ich wieder für ein Foto an. "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach...." Heute klappert nicht die Mühle aber mein Rad: Klipp-klapp, klipp-klapp. Was an einem Mahlwerk klipp-klapp macht weiß ich, aber bei meinem Rad bekomme es nicht heraus. Irgendwas am Vorderrad. Der Ostwind, eigentlich untypisch für die Elbufer, weht wie jedes Jahr frisch, dass man sich für die entsprechenden Passagen kuschelige Gruppen suchen sollte. Nach der zweiten Kontrolle in Graun freue ich mich auf die Abfahrt nach Neu -Wulmsdorf, aber hier gab es zur Überraschung eine Streckenänderung die nach einigen holprigen Schlenkern bald wieder auf die alte Strecke zurückführte. (Auf dem Neuenfelder Hinterdeich kämpften alle mit dem starken Gegenwind. Hier war ich froh, dass wegen des kühlen, windigen Wetters nur wenige waghalsige Sommerfrischler und Skater auf dem schmalen Weg unterwegs waren. Wenige Tritte weiter und das vorläufigen Ziel in Neuwiedenthal war erreicht. Hier freute ich mich Karsten zu treffen.....). Der Zielbereich war diesmal von einem orangenfarbenen Schimmer umgeben, hervorgerufen durch eine Ansammlung Mainplaner, die treu auf ihre Nachzügler warteten und damit einen Stau verursachten. Neben Karsten traf ich auch noch Roman, der die Mainplan Damenmannschaft zurückgeleitete. (Würstchen
essen, Gebühr bezahlen (wichtig!) und dann über die Steigung am
Rehweg zurück
nach Klecken. Diese RTF kam mir heute sehr schön, kurz und leicht vor.
Mehr davon und mehr von uns!)
Vor der Abfahrt traf ich noch Helmut (www.helmuts-fahrradseiten.de), der zuerst in Richtung Parkplatz und dann in Richtung Zielbereich vor mir davonlief um mich dort mit interessantem Hintergrund (Mainplan-Kay) abzulichten. Auch mit Roman, der den 25er-Pulk mit den Mainplan-Damen eskortierte, konnte ich einige Worte wechseln. Wir freuen uns schon auf die nächste RTF in Hamburg-Hamm am nächsten Wochenende. Nach den schönen Wochen kann ich mir schlechtes Wetter fast nicht mehr vorstellen. Foto von Helmut, mit dem ich nun endlich auch mal gequatscht habe. |
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60 km am Samstag und gut 80 am Sonntag haben mir völlig gereicht. Wie jedes Jahr warte und hoffe ich auf Zeiten mit besserer Form und wie in jedem Jahr bin ich mit dieser Sehnsucht nicht allein. |
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Nicht immer nur spinnen.....
Karstens Bericht von der CTF in den Holmer Bergen /Wedel erlaube ich mir hier einzufügen. Das Orginal-Epos auf www.heide-biker.blogspot.com.
Sonntag, Januar 11, 2009CTF Holmer Berge
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Skulpturenritt
im Sauerland.
von Harald Ophüls Statt beim "Kleinen Preis" zu helfen, verschlug es mich zu einem Familientreffen ins Sauerland. Wenn mich richtige Berge mit immerhin fast 500m Höhenunterschied umgeben, leihe ich mir natürlich ein Rad und überlege mir eine Tour. Diesmal reizte mich der Skulpturenwanderweg von Schmallenberg nach Berleburg. Dem gesamten Wanderpfad liegt ein weitreichendes Konzept zur Beziehung der Beiden Orte zugrunde und wurde mit Recherchen, Aktionen und Umfragen tiefgehend vorbereitet. Für die bisher 9 von 11 geplanten Skulpturen wurden namhafte Künstler beauftragt. Für die ganze Tour hin und zurück, ca. 60 km, hatte ich mit Anfahrt vom Hotel in Saalhausen 4 Std. kalkuliert und wollte mich um 13Uhr wieder mit der Familie zum Essen treffen. Da hatte ich mich schön verrechnet! Bereits das Leihen des Rades mit Einstellen des Sattels brauchte einige Zeit, weil ein passender Schlüssel fehlte. Dann suchte ich in Schmallenberg zuerst die Touristeninformation um mir eine Wegbeschreibung geben zu lassen und wer findet dann schon überall gleich den richtigen Weg? Der erste Abschnitt führt flach nach Grafschaft mit seinem alten, imposanten Benediktinerkloster. Wer mich kennt ahnt, dass ich an so was nicht einfach vorbeiradeln kann. Am Ortsende finde ich die gewöhnungsbedürftige Ausschilderung und klettere eine Weile steil nach Almert hinauf, das bereits auf dem Rotharrücken liegt. Ich stelle fest, dass ich irgendwo die Klangskulptur "Über den Teichen" verpasst habe aber nun lockt der "Hexenplatz" einen steilen Waldweg hinab. Am überlieferten Hexenplatz erinnert eine gleichnamige Instalation von Lilli Fischer an die Hexenverfolgungen im Kreis Schmallenberg. Die Inszenierung wirkt banal und etwas provinziell und weit weniger geheimnisvoll als ich erhofft hatte. Dafür entschädigt ein anspruchsvoller Anstieg zurück zur Hauptroute. Er ist immerhin so steil, dass das Hinterrad etwas durchdreht während das Vorderrad bei jedem Tritt abhebt.
Die Wege führen über die herben Höhen des Sauerlandes. Um die Flora und die prickelnde Luft zu erleben sind die Kunstwerke nur interessante Beilagen. Auf dem Rotharkamm kreuzt auch der als Wanderweg bekannte Rotharstieg, der viele landschaftliche Höhepunkte verbindet. Unterwegs sieht man immer noch die Folgen des Sturmes Kyrill vor zwei Jahren, der große Forstflächen in einer Nacht gerodet hat. Gewaltige Stapel von Stämmen, die erst in den nächsten Jahren von den Sägewerken verarbeitet werden können, mahnen stärker als jedes Kunstwerk an den Klimawandel.
Vor der Zufahrt zum kleinen Ort Schanze erinnert eine Tafel und alte Wälle an die Landwehr, eine Wehranlage auf dem Bergrücken, wo im Mittelalter Räuber und Ritter abgefangen oder verfolgt wurden. Inzwischen war es aber schon 12:30 und ich hatte in Schanze erst die Hälfte der Hinfahrt geschafft. Der anstrengende Anstieg war mit fast 400 m Höhenunterschied zeitraubender als vermutet. Endlich stand ich aber vor einem spektakulären Kunstwerk, das als goldene Schnecke in der Sonne blinkend über den Weg ragt und ich in diese Form nicht im Wald vermutet hatte. „Der Krummstab“ von Heinrich Brummack symbolisiert einen Hirtenstab und markiert die Grenze zwischen dem katholischen Schmallenberg und protestantischen Wittgensteiner Land. Er erinnert mit dem Lutherzitat „Eine allzu große Macht stürzt durch die eigene Masse“ an die vergangene Herrschaft der alten Benediktinerabtei in Grafschaft. Ich kann nicht anders als anzuhalten um ihn von allen Seiten eingehend zu betrachten. Eigentlich sollte ich jetzt umkehren. Durch meinen Zeitmangel sitze ich sozusagen vor einem 5-Gänge Menu und habe erst einen Bissen probiert. Einfach alles stehen lassen und umkehren? Nach dem Wegweiser zu urteilen ist die nächst Plastik nicht weit und so hetze ich weiter um wenigstens noch einen zweiten Happen zu ergattern. Das geht aber nicht so fix wie erhofft, denn die Abfahrt zu „Kein leichtes Spiel“ hält auf den letzten Metern noch viel Matsch und schwierige Wurzeln bereit. Obwohl es bisher alles trocken war, ist nun Rad und Reiter zugesaut. Ich finde eine große Eisenskulptur von Ansgar Nierhoff mit 4m hohen Toren und Wänden, die sich im Wald zwischen großen Bäumen wie eine verwunschene Ruine versteckt, Ton in Ton mit dunklen Stämmen. Solche Skulpturen kennt man aus öffentlichen Parks und auch Tore als Symbol sind in dieser Form nicht besonders neu. Die geheimnisvolle Präsentation, versteckt im Wald, ist allerdings anders und anregend. Nun lässt mir meine Verabredung keine Ruhe mehr. Outdoor -Aktivitäten vertragen sich eben nicht mit Termindruck! Für die rasante Abfahrt über Grafschaft zurück nach Schmallenberg und Saalhausen bevorzuge ich die asphaltierte Straße und schaffe den Weg, für den ich morgens drei Stunden benötigt habe, in knapp 20 Minuten.
Ganz sicher: Beim nächsten mal ist der restliche Weg bis nach Berleburg dran wo mich am meisten „Der Falke“(44x29m) ein Monument interessiert, das mit der Zeit zuwächst und sich dadurch laufend verändert. Die Umrandung durch einen Wall steht im Zusammenhang mit den zahlreichen Wallanlagen aus keltischer Zeit, die sich im Sauerland häufig finden. |
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Frühstück
bei CadiMac
von Harald, 1.9.08 Ich hatte sicher mit mehr Beteiligung für meinen "Hundertwasserbrevet" gerechnet, aber bei den zahlreichen Absagen wegen der Cyclassics eine Woche später, Teilnahmen an Superbrevets eine Woche vorher usw., war ich dann sogar überrascht, dass sich „5 Freude“ mit Liegerädern eingefunden hatten. Einer war schon 2005 dabei. Punkt 7°° starteten sie fröhlich aber ohne meine Begleitung. Ich hatte einfach keine Lust nur mit Liegeradlern loszuziehen. So wartete ich einen Augenblick und ging wieder allein auf die Strecke. Eine Stunde später als vor zwei Wochen war es nicht so kühl und dämmrig und es sind schon Autos unterwegs. Die ersten 100 km rollten sich locker und ohne Pause nur bei wenig Gegenwind, so dass ich in Osterholz einen Schnitt von 28 feststellte und mir um 10,30 Uhr am Imbiss wieder zufrieden mein Frühstück gönnte. Heute entpuppte sich das Kaffeé "CadiMac" als Treffpunkt biertrinkender Einheimischer. Aber es hatten sich auch Ausflügler mit Fahrrädern eingefunden. Da ich die Originalstrecke schon auswendig kenne, beschloss ich auf einem Abstecher die „Sieben Steinhäuser“ zu besichtigen, die nur am Wochenende zugänglich sind. Nach 200m rumpeligen Betonplatten öffnete ein Soldat eine Schranke und überreichte Verhaltensregeln für die Zufahrt über militärisches Sperrgebiet und den rücksichtvollen Umgang mit Panzern. Danach rollte ich über eine glatte Fahrbahn durch die reizvollste Landschaft des Ausflugs: Sehr weitläufige, üppig blühende Heideflächen mit hineindrapierten Panzerwracks, malerisch eingerahmt von Birkenwäldchen. Die "Sieben Steinhäuser" erwiesen sich als 5 prachtvolle Großsteingräber aus der Jungsteinzeit mit unfassbar riesigen Decksteinen. Es ist zu Recht die bekannteste Gruppe dieser Art und haben die ca. 8 km Umweg gelohnt.
Ab Bergen kürzte ich über Wietzendorf und Bispingen ab. Hier gönnte ich mir noch die Zeit, in die „Ole Kerk“, einem gotischen Kirchlein aus dem 14 Jh. zu schauen. Nicht besonders aufregend aber urtümlich. Über Egestorf kehrte ich in Garlstorf auf die eigentliche Strecke zurück. Am Ende zeigte der Tacho 230 km aber der Schnitt war durch das Umherschieben des Rades wertlos geworden. Die Liegeradler wollten sich eigentlich bei mir melden, aber ich bekam keine Nachricht, so dass sicher alles gut gelaufen ist. Obwohl ich 70 km abgekürzt hatte, sagten meine Beine:“Es reicht!“ Kurz vor dem Ziel kann ich immer nicht verstehen, wie ich sonst 300, 400 oder sogar 600 Km am Stück schaffe. Mit dieser Tour ist für mich die Langstreckensaison abgeschlossen und ich nehme mir vor, im nächsten Jahr besser trainiert wieder etwas längere Strecken zu wagen. Wer kommt mit?
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Bericht
von der RTF „Auf der Fährstraße“,
Stade, 24.August 08,
von Harald Lieber Heide- Biker, da hast Du einen Fehler gemacht! Das Wetter, um es vorweg zu nehmen, war fast optimal, wenn man vom Spritzwasser der ersten Kilometer absieht. Sicher, die Verlockung sich nach dem ersten Blick nach draußen noch einmal genüsslich umzudrehen und dann ein gepflegtes Frühstück am Sonntagmorgen…. Aber ich hatte am Samstag die Wettervorhersagen im Internet befragt und die sagten genau voraus, wie es auch eintraf: Anfahrt im Regen, Anmeldung im Regen mit Hoffnungsschimmer, Start schon ohne Regen.
Etwa 400 Unerschrockene hatten sich nicht von den dräuenden Wolken abhalten lassen und wurden durch eine gelungene Premiere belohnt . Bis zur ersten Kontrolle trockneten die Straßen ab und die Regenjacken Verschwanden. Streckenweise kam die Sonne zum Vorschein aber es wurde nicht zu warm. Die glatten Straßen wechselten oft mit Betonpflasterpassagen die sicher der schönen Wegführung geschuldet waren. Nach der ersten Kontrolle belebten kurze, einmal sogar giftige Steigungen das sonst flache Streckenprofil. Ich fühlte mich gut und obwohl einige bolzende Gruppen vorbeirauschten, zeigte mein Schnitt bis zur Oste 33km/h. Für mich respektabel, ich bin ja nicht mehr 50! Die Fotos zeigen Erhard und Thomas standesgemäß ganz vorn, gefolgt von Dieter und? Etwas später rollen Peter und ich am Fotografen vorbei (Die Fotos wurden von "Rudi Rastlos" ins Netz gestellt). Weiter wurden auch Roman, Stephan, Eckhard? und Günther gesichtet. Vermisst wurde Karsten. Die
beiden letzten Fotos sind von Jens Nolte (Bericht auf www.helmuts-fahrrad-seiten.de
). Jens sowie Daniela und Harald aus Bremen haben mich einige male
lutschen lassen. Leider war mir das Tempo jedes mal nach kurzer Zeit zu
anstrengend.
Nach einer Abenteuerpassage am Ostedeich, wo der Weg teilweise noch überschwemmt war, wartete als Höhepunkt die Oste-Querung mit einer Fähre, die in Handarbeit bewegt wird. Die Kontrolle am anderen Ufer ließ keine Wünsche offen, orientierte sich am gehobenen Standard. Die Extraschleife für die 154er Runde entpuppte sich als landschaftlich reizvoll aber die Wege…….! Dazu gab es meist strammen Gegenwind und offenbar wurden noch einige Kilometer zur besonderen Belohnung eingefügt. Da will ich nicht meckern. Aber gefreut habe ich mich dann doch, als die Kontrolle an der Fähre wieder auftauchte. Die war immer noch üppig ausgestattet und eifrig umschwärmt von glücklichen Wespen. Zurück nach Stade mit Rückenwind! Leider bremste an einigen Stellen wieder schlechtes Betonpflaster den Vorwärtsdrang. Erwähnenswert ist auch ein Abschnitt mit antiken Betonplatten, die sich zu kleinen Stufen verschoben hatten. Leider zeigte weder die Hin- noch die Rückfahrt etwas von dem Zauber der alten Stadt, mit dem Stade reichlich wuchert. Im Ziel: so 14.30Uhr, Schnitt: knapp 31, km: 160. Und die ganze Strecke kein Regen!
Zum
Schluß noch Ausschnitte der Bilder von Heidi Jens, die sie an dem Fährkontrollpunkt
in Gräpel (111/154 Km-Strecke) geschossen hat. Alle Fotos unter: http://picasaweb.google.com/uweundheidi/VFLStadeRTF2008
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Vorschau: Hundertwassertour am 31.8.08, 300km, Start 7°° am Blau-Weiss Vereinhaus in Buchholz Am 31. 8. Werde ich wieder die Hundertwassertour als Brevet anbieten. Um Überraschungen zu vermeiden und kleine Änderungen auszuprobieren bin ich die Strecke schon mal abgeradelt.
Eigentlich hatte ich vor bereits um 5°° zu starten, aber es wurde erst um 6Uhr so hell, dass ich ohne Licht fahren konnte. Es wird langsam Herbst! Dass die frühen Morgenstunden außer Quälerei auch intensiver Erleben bereithalten, zeigen die ersten Fotos. Gleich beim Start in Klecken schmunzelte ich über die Ausschilderung der Alma Mater, die das gesamte Dorf mit Richtungspfeile in alle Richtungen eingedeckt hatte und sicher auch heute wieder für einige Verwirrung sorgt. Ich erinnere mich noch an 2004, als ich auf der Terrasse frühstückte und, für mich überraschend, größere Gruppen Radfahrer über den Hainbuchenweg flitzten. Seitdem bin ich immer in Klecken eingestiegen. Während die Alma Mater nach Bendestorf wies, rollte ich zum Vereinsheim in Buchholz, wo die Hundertwassertour starten soll. Die ersten Kilometer über Holm-Seppensen in die Heide waren begleitet vom Sonnenaufgang und sich auflösenden Nebelschwaden. Beim treten war es nicht so kalt wie befürchtet (10°c). In Undeloh gönnte ich mir einen Blick auf die die kleine, hübsche St. Magdalenen-Kirche. Einige Steine stammen aus dem 12. Jh. So stellt man sich ein altes Kirchlein in der Heide vor.
Inzwischen
begleitete mich auch wieder die Ausschilderung der Alma Mater.
Die zur Heideblühte stark befahrene Straße nach Egestorf rauf
und runter zu führen halte ich für keine gute Idee, weil das genervte
Autofahrer zu riskanten Aktionen verführt. Ich lasse Egestorf hinter mir und biege nach Döhle ab.
Das kleine Dorf Hörpel hat im Ortskern einige sehr interessante, malerische
Gebäude, wie diese alte Scheune aus unglaublich dicken Stämmen
direkt am Weg.
Auf dem Nebenweg Richtung Bispingen, bevor eine steile Abfahrt nach „Borstel in der Kuhle“ führt, ist links am Weg eine prähistorische Gräbergruppe mit Steinringen zu sehen. Die ganze Landschaft ist hier gespickt mit Zeugnissen aus der Bronzezeit. An der ersten Kontrolle in Bispingen halte ich mich nicht auf. Wenn ich etwas mehr Zeit mitbringe, werde ich hier noch einmal Schloss Isernhatsche mit dem Burberg Montagnetto, dem Neuschwanstein des Nordens besichtigen. Das glaubt man nicht, wenn man's nicht gesehen hat! Die Strecke in Richtung Wietzendorf rollt sich trotz einiger Hügel schnell und leicht. Statt den Bogen über „Klein Amerika“ zu nehmen wie bei den ersten Veranstaltungen, kürze ich in Suroide ab. Es geht über äußerst ruhige, glatte Straßen an Falling-Bostel vorbei nach Osterholz.
Den kleinen Imbiss hier lasse ich nie aus und bestelle mir heute ein preiswertes Frühstück. Ich bekomme eine Monster-Platte mit Speck, Rührei und weiteren Köstlichkeiten serviert, die keine Wünsche offen lässt. Schließlich habe ich bereits ein Drittel der Strecke geschafft und kann bei sommerlichen Temperaturen Armlinge und Windweste verstauen. Von hier aus führt eine Straße zu den „Sieben Steinhäusern“, eine Gruppe sehenswerter Großsteingräber. Die Zufahrt mitten ins Militärgelände ist nur am Wochenende erlaubt. Aus Zeitgründen verzichte ich schweren Herzens auf diese interessante Extratour. Den Truppenübungsplatz südlich umrundend gelange ich zur 2. Kontrolle in Bergen. Weiter geht’s Richtung Eschede. Vor Hermannsburg folge ich einem Hinweisschild zu einem Steingrab. Nur nicht Hetzen! In Hermannsburg pausierte ich an der Örtze, hielt die Füße ins Wasser und beobachtete eine Gruppe Paddler. Es folgt eine sehr schöne Strecke durch den Naturpark um Eschede. Der Heideort hat sich mir durch gigantische Waldbrände und das ICE-Unglück eingeprägt. Es ist aber durch die Schönheit der umgebenden Südheide bemerkenswert. Hübsche, kleine Ortschaften mit romantischen Bauwerken begleiten die nächsten Kilometer. Mit Eldingen ist der südlichste Punkt der Rundfahrt erreicht und etwa die Hälfte der Strecke geschafft. In Hankensbüttel muss ich meine Wegbeschreibung um eine Abzweigung ergänzen, weil hier ein Kreisel entsteht. An der Baustelle kommen Radfahrer gut vorbei. Vor Alt-Isernhagen biegt man links auf einen der schönsten Streckenabschnitte ab, der über Lüder und Bodenteich topfeben den Elb-Seiten- Kanal begleitet. Am Kanal bin ich versucht über den Begleitweg abzukürzen. Der ist aber für dünne Reifen nicht geeignet.
Bad Bodenteich hat tatsächlich einen Teich, und zwar einen besonders bezaubernden. Wer etwas Zeit hat sollte hier eine Pause einlegen. Das war mir nicht möglich, weil ich mir ein Rennen mit einem Mountainbiker liefern musste. Das brachte wenigstens die Erkenntnis, dass man nach 190km noch eine Weile mit über 40km/h unterwegs sein kann. Die Straße nach Uelzen ist oft Verkehrsreich. Deshalb baue ich ab Wieren einen neuen Schlenker über Nettelkamp ein. Hier verführte mich der Karteneintrag „Klein London“ zu einem Abstecher der sich nicht gelohnt hat. „Klein London“ ist kaum mehr als ein Idyllisches Häuschen. Kein Big Ben, keine Themse. Eher Wildschwein in Minzsoße. Dann schon lieber „Klein Amerika“.
Die neue Zufahrt zum Hundertwasserbahnhof in Uelzen erspart viel Verkehr, umgeht aber auch die schöne Innenstadt. Den Bahnhof, umgestaltet von Friedensreich Hundertwasser, sollte sich niemand entgehen lassen. Alle Details sind liebevoll ausgeführt. Hier wird sogar die Pinkelpause zum Erlebnis. Wer sich nicht für Kunst oder Architektur interessiert, bekommt wenigstens leckeren Kuchen. Den sollte man sich gönnen, denn auf dem letzten Drittel warten noch einige Steigungen.
Nach dem leichten Auf und Ab Richtung Ebstorf geht es nun stetig bergauf nach Bardenhagen, einem imposanten Gut. Fast unsichtbar versteckt sich das schlossartige Herrenhaus in rotem Fachwerk hinter alten Bäumen. Ein kurzer Blick nach rechts im Vorbeifahren lohnt trotzdem. Wer von den Kennern die nächsten Ortsnamen Betzendorf, Drögennindorf, Marxen am Berge und Wetzen hört, weiß, dass er sich Körner zurücklegen sollte. Ursprünglich führte die Strecke noch mal nach Egestorf hoch, aber aus humanen Überlegungen geht’s nun von Salzhausen aus über Garlstorf, Toppenstedt, Ramelsloh und Bendestorf zurück zum Vereinsheim in Buchholz, wo ich einen Raum für uns reserviert habe. Ich war um 20°° wieder zuhause. Mein Tacho zeigt für die Alleinfahrt einen Schnitt von gut 26 km/h und eine Zeit von 12 Stunden an. Mit Extratouren und der Anfahrt von Klecken bin ich etwa 315 km unterwegs gewesen.
Start der Hundertwassertour am 31.8.08 ist um 7°° Uhr am Blau-Weiss-Vereinhaus in Buchholz, Holzweg 6, 21244 Buchholz. Das Vereinsheim liegt im Sportzentrum, unübersehbar am Ortsausgang Bendestorfer Straße. Findet Euch bitte schon eine halbe Stunde früher am Hintereingang ein, um in Ruhe alle Formalitäten durchführen zu können. Nach der Tour stehen die Umkleideräume und Duschen zur Verfügung. Wer möchte, kann sich etwas zu Essen bestellen (leider nicht umsonst). Wir haben einen Raum für uns reserviert. Normalerweise ist die Teilnehmerzahl eher klein. Die
Tage werden kürzer und abends bereits nach 21°°Uhr dämmrig. Wer länger
braucht, sollte an die Beleuchtung denken. Kontrollschluss ist um 3:45
Uhr am 1.September. Brevet
(französisch) ist ein Brief, hier im Sinne von Prüfung, Auszeichnung
verwendet. Brevets werden auf niedrigsten organisatorischem Niveau
durchgeführt. Der Fahrer bekommt eine Streckenbeschreibung und hat an
den Kontrollen Datum, Urzeit, Unterschrift und Stempel in sein
Startkarte eintragen zu lassen. Für Verpflegung, Dusche, WC und bei längeren
Unternehmungen auch Übernachtungen hat jeder Teilnehmer selbst zu
sorgen. Alles was vom Veranstalter darüber hinaus geboten wird ist
reine Zugabe. Jeder fährt auf sich gestellt und vollkommen in eigener
Verantwortung - ein grundlegender Unterschied zu dem „Rundum Sorglos
Paket“ bei einer RTF. Randonneure, so nennen sich Brevet-Fahrer,
verstehen sich traditionell als Abenteurer, die schwierige Situationen
und Pannen bewältigen. Das geht auf die frühen Radpioniere um 1900 zurück.
Das bedeutet aber nicht unbedingt alleine fahren! Das Fahren in Gruppen
macht spaß! Vorläufiger
Streckenplan zum Eingeben in Navigationsgeräte: |
Berichte von der RTF Alma
Mater
harald, ich fuhr heute während der uni-rtf mit der truppe vom vfl stade. unser ehemaliges vereinsmitglied stefan kampka ist derzeit abteilungsleiter beim vfl und würde sich bestimmt freuen wenn wir zahlreich bei deren 1.rtf erscheinen würden. Termin So.24.8. Sternfahrt ???. mit solchem wetter wie heute gelingt wohl jede rtf. bin in dibbersen eingestiegen und habe nach jeder kontrolle flott laufende gruppen gefunden. mit dem heimvorteil, dass ich jeden hügel kannte, hatte ich immer leichtes spiel in den gruppen. hat spass gemacht. ERHARD Ein ausführlicher Bericht schreibt auch Heidebiker Karsten in seinem Blog |
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Die Freunde aus unserer Radsportgruppe von Blau-Weiss-Buchholz hatten sich an unserem Treffpunkt versammelt um gemeinsam als Sternfahrt zum Start in Hittfeld zu radeln. Da ich sozusagen auf dem Weg nach zum Start wohne, konnte ich mich noch einmal genüsslich im Bett umdrehen um , wie sollte es anders sein, zu verschlafen. So saß ich noch beim Frühstück, als das Hauptfeld startete.
Gleich auf den ersten Fotos im Forum auf www.helmuts-fahrrad-seiten.de fand ich Karsten, Stephan und Paul. Ich nehme also an, dass die Sternfahrt erfolgreich war. Die Fotos wurden von "Tierfreund" Thomas aus Hanstedt ins Netz gestellt.
Eine halbe Stunde später erreichte ich die Absperrung die den Verkehr für einen sicheren Start umleitete. So beschloss ich, statt zum Start zu fahren, lieber gleich auf die Strecke zu gehen und am Ziel zu bezahlen. Unterwegs erfuhr ich, dass trotz ungünstigem Niederschlagsradar ca. 500 Fahrer unterwegs waren. Die Strecke über Maschen, Horst, Ramelsloh über glatte, am Sonntagmorgen noch ruhige Straßen fuhr sich leicht. Das Wetter mit ab und zu leichtem Nieselregen war nicht unangenehm. Die Beschilderung, die mir von Buchholz bekannt vorkam, überzeugte durch deutliche Abzweigungen. Von dieser Art der Wegweisung können sich manche Marathonveranstalter im Norden etwas abschneiden. Richtungswechsel waren meist durch drei große Pfeile markiert und durch die unterschiedlichen Farben für links und rechts schon von weitem zu erkennen.
In Stelle markiert der markante Turm einer alten Industrieanlage den Streckenabschnitt, wo der Legende nach Jan Ullrich seinen ersten Sieg im Westen errang. Für das Foto musste ich meine kleine Gruppe ziehen lassen. Die Anfahrt zur Kontrolle in Pattensen führte über einen landschaftlich schönen aber sehr holprigen Weg mit einer kleinen Bergprüfung und etwas kniffliger Abfahrt. Hier erwischte uns ein kleiner Schauer, der der einzige bleiben sollte. Die Luft zwischen den leichten Gischt-Schauern war angenehm warm. Als ich anhielt um Weste und Armlinge auszuziehen sauste ein Fahrer in unserem Trikot mit einem Affenzahn an mir vorbei. Schade, dass ich ihn nicht erkennen konnte und auch an der nächsten Kontrolle in Putensen nicht traf. Dafür überraschten mich Ole und Arvid, beide ehemalige Jugend-Rennfahrer unseres Vereins. Arvid hat nach seiner Ausbildung beim Cycle-Team einen super Radladen in Scheeßel aufgebaut, für den einige Fans auch weite Anfahrten in Kauf nehmen. Ich bestaunte sein unglaublich leichtes Rad Focus Izalko(5kg). Für die Weiterfahrt entschied ich mich schweren Herzens für die kürzere 120er Runde, da ich mich am Nachmittag noch verabredet hatte. Oben in Raven sicherten, wie bereits in Wulfsen, Helfer eine gefährliche Kreuzung. Ein bemerkenswerter Aufwand, der den durchdachten und ambitionierten Eindruck der Veranstaltung bestätigt.
Die Auffahrt zur Kreuzung in Raven wird durch die kleine Kirche mit dem merkwürdig dicken Turm auf einem Hügel beherrscht. Bei Trainingsrunden mit unserem Verein bin ich schon oft neugierig vorbeigefahren. Auf dieser RTF konnte ich mir endlich die Zeit nehmen, kurz hineinzuschauen. Der Innenraum überrascht durch eine ungewöhnlich breite, gotische Halle (1400) die mit den großen Fenstern fast heller und heiterer wirkt als das Wetter draußen. Die Orgelempore (1602) wird durch einen Unterbau getragen, den ein heimischer Handwerker in rührender Weise versucht hat barock zu gestalten.
Die Strecke über Soderstorf, Schwindebeck , Hützel und zurück über Egestorf zur Kontrolle in Ollsen markiert Randbereiche unseres Trainingsgebietes. Ein anspruchsvolles Auf und Ab mit ständig wechselndem, kräftigem Wind. Die zahlreichen, kreuzenden Schienen waren alle zusätzlich zu den Verkehrsschildern mit Warnschildern markiert, so dass die wirklich gefährlichen, weil extrem spitzwinklig zur Straße verlaufenden Schienen dann doch noch überraschten. Auch die Kontrolle in Ollsen bot noch alles was das Radlerherz begehrt. Vor Jahren, als ich bei brütender Hitze von der langen Tour kam, war hier nichts, nicht einmal Wasser, zu bekommen. Diesmal fröstelten die zahlreichen Helfer bei der wechselhaften Witterung.
Inzwischen war durch meine Trödelei der Schnitt unter 25 gesackt. Auf dem letzten Streckenabschnitt kletterte er mit Unterstützung von Rückenwind und Geschwindigkeiten zwischen 30 und 40 doch noch wieder auf 27km/h. Auf den letzten Kilometern ins Ziel bolzte ich noch mal gegen den frischen Wind. An der Kuchentheke bediente mich eine radsportbegeisterte Dame, die mit mir im letzten Jahr in der Oper in Buxtehude gesungen hat. Drüber war ich so überrascht, dass ich vergaß zu fotografieren. Die abschließende Steigung von Hittfeld nach Klecken wurde für mich durch den starken Gegenwind noch einmal anstrengend. Schade, dass sich viele Fahrer durch Wetterprognose und Regenradar abhalten lassen. Es geht nichts über Sonne, aber für Radtouren ziehe ich dieses Wetter hohen Temperaturen vor.
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Mitternachtsmarathon 26.7.08
Die Veranstalter in Nortorf haben einiges auf die Beine gestellt. Der schöne, große Platz vor der Kirche war anlässlich der Bundes -Rad-Woche durch Trial –Anlagen, Bühne, Veranstaltungszelte gut genutzt. Inzwischen hatten sich auch 200 Marathonfahrer, einheitlich mit den Mitternachtstrikots ausgestattet, hinter dem großen, gelben Tor zum Start aufgestellt. Hinter der Kirche, leider unsichtbar für uns Marathonfahrer, wurde zum Höhepunkt der Woche ein großes Feuerwerk gezündet. Und dann ging es los. Ein endloser Lindwurm aus roten Rückleuchten und orangenfarbenen Reflektorstreifen windet sich aus dem Ort und in die schwarze Landschaft. Gleich zu Beginn landeten einige der Fahrradlampen, meist noch bläulich leuchtend, auf der Fahrbahn.
Sicher ist die Beleuchtung bei einer Nachtfahrt das zentrale Problem. Obwohl in meinem Schrank ein Sammelsurium von Fahrradbeleuchtungen schlummert, habe ich mir noch morgens eine Dioden –Batterieleuchte geleistet, die der Anforderung, mindestens 5 Stunden durchzuhalten, entspricht. Für den Fall, dass die Herstellerangaben etwas übertreiben, muss der Batteriewechsel schnell und ohne Werkzeug möglich sein.
Schnell stellte sich heraus, dass in meinem Abschnitt wenig Erfahrung mit Nachtfahrten vorhanden war. Übertriebene „Vorsicht“ Rufe und ständige Schreck-Bremsungen veranlassten mich den gesamten Zug zu überholen und mit etwa 20 Fahrern im Schlepp zu einer kleineren, langsam enteilenden Gruppe aufzuschließen. Die neue Gruppe fuhr etwas schneller und angenehm routiniert. Schnell erreichten wir Rendsburg und unterquerten ein Gewässer durch einen Fußgängertunnel. Die langen Rolltreppen, die rauf und runter führten waren eine nette Unterbrechung. Erst beim Betrachten der Fotos fiel mir auf, dass für uns beide Treppen in eine Richtung geschaltet waren. Eine besondere Aufmerksamkeit der Organisatoren. Nach
Rendsburg ging es weiter durch eine traumhafte, unsichtbare Landschaft. Mein Nachbar in der Doppelreihe merkte bald, dass wir nach links Richtung Owschlag gemusst hätten ohne sich aber nach vorne Gehör zu verschaffen. Ein Schild war verdreht. Einige Kilometer weiter nahmen wir einen weiteren Abzweig nach Owschlag. Weil hinten noch diskutiert wurde, führte ich nun und wäre fast mit einem Rehbock zusammengestoßen, der über die Straße jagte. Endlich in Owschlag ging es auf der Suche nach dem richtigen Weg hin und her und am Ende befanden wir uns wieder in dem „chaotischen Lindwurm“, den wir lange hinter uns gelassen hatten. Die Fahrweise in der Schlange hatte sich eher noch verschlimmert uns so gab es nur die Flucht nach Vorn. Hinter mir hatte sich eine kleine Gruppe schnellerer Fahrer gebildet. Für mich waren sie eigentlich zu schnell, aber hinter uns drohte der „Lindwurm“ und so hielt ich mich dran. Bis auf die Panne bei Owschlag war alles mit großen, reflektierenden Pfeilen sehr gut ausgeschildert. Die Kontrollen in Schleswig (58km), Oeversee (93km), Husum (140km) und Wesseln (181km) wurden von den traditionellen Nordcup-Veranstaltern hervorragend ausgerichtet. Vor Oeversee begann sich vor uns am Nord-östlichen Horizont ein schmaler Lichtstreifen zu bilden, der langsam auch die Umgebung sichtbar werden ließ. Leider änderte sich die Richtung und wir rollten weiter in die Schwärze. Hinter uns leuchtete der farbige Streifen immer heller. Nach über 5 Stunden Nachtfahrt konnte ich die Beleuchtung in Husum ausschalten. Ersatzbatterien und Leuchte hatte ich nicht gebraucht. Jetzt merkte ich, dass ein Marathon eine Herausforderung ist, wenn man wie ich 4 Wochen nicht auf dem Rad gesessen hat. Ich ließ meine Begleiter fahren und genoss in ruhigem Tempo die Landschaft. Ein Schlenker führte über Friedrichstadt. Ich hatte mir ausgerechnet noch vor 10Uhr im Ziel zu sein und erlaubte mir eine kurze Besichtigungsrunde durch die Altstadt mit ihren bezaubernden Häusern und Grachten, die holländische Einwanderer in der Barockzeit angelegt hatten, wie schon 500 Jahre früher in Buxtehude. Inzwischen war die Strecke nur noch mit kleinen, ausgebleichten Richtungspfeilen minimalistisch beschildert. Prompt sause ich an Wesseln und der 4. Kontrolle vorbei, beschwingt durch einen angenehmen Schiebewind. Als ich es merkte liegt Wesseln bereits 10 km hinter mir. 10km gegen den Wind zurück? Meine Motivation ist gleich Null! Da ich auf Punkte wenig Wert lege, beschließe ich, die Kontrolle auszulassen und möglichst gleich den kürzesten Weg zurück nach Nortorf einzuschlagen. Die Ortsnamen auf der Liste sagen mir absolut nichts aber eine verschwommene Landkarte in meinem Gedächtnis lotste mich Richtung Heide. Gleich
hinter Heide fand ich die Ausschilderung wieder und folgte einem
schmalen Weg durch eine liebliche Auenlandschaft. Nach
15 bis 20 km Umweg konnte ich mir nicht vorstellen, dass noch jemand
hinter mir war. Dann
stoppte mich ein Platten hinten (auch das noch) und gleich rauschten
ganze Gruppen an mir vorbei. Jetzt war ich bestimmt der Allerletzte! Die 5. Kontrolle in Hademarschen wurde von Randonneuren, mit denen ich schon gefahren bin, perfekt ausgerichtet. Besonders gut bekam mir der Kaffee, der himmlisch schmeckte. Mit Burkhard war ich auf der Strecke Köln-Berlin-Köln (ca. 1300km) und anderen Unternehmungen unterwegs gewesen. Leider hatte er mit Helmut (www.helmuts-fahrrad-seiten.de) viel zu diskutieren. Auch Helmut, mit dem ich schon korrespondiert habe, hätte ich mich gern vorgestellt. ( Foto: Helmut rechts, Burkhard links)
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